In diesem Jahr haben die Landwirte die traditionelle Vredener Feldprozession vorbereitet.

Bei warmem, lang ersehntem Landregen fand gestern die Feldprozession der Kirchengemeinde St. Georg Vreden statt. Die inhaltliche Vorbereitung übernahmen in diesem Jahr die jeweiligen Vorstände der Vredener Ortsverbände der Landwirte und Landfrauen. Drei Themen-Altäre spiegelten in Anlehnung an den Naturkreislauf die Bereiche „Säen, Pflegen, Ernten“ wieder. An den Stationen wurden Eckdaten zur Landwirtschaft ebenso beleuchtet wie die Ambitionen und Sorgen der Landwirtsfamilien – hier und in anderen Erdteilen.

Vreden-Industrieschau-Aufwind-Foto-Hendrik-Hubbeling-2.JPGDas WLV-Bauernhofmobil war die Hauptattraktion des gemeinsamen Infostandes von Landfrauen und Landwirtschaftlichen Ortsverbänden bei der "Aufwind". Foto: Hendrik HubbelingDie Ortsverbände von Landfrauen und WLV in Vreden ziehen ein zufriedenes Fazit ihrer gemeinsamen Beteiligung an der Vredener Wirtschaftsschau „Aufwind“ am Wochenende. WLV-Stadtverbandssprecher Matthias Temminghoff aus Dömern: „Unser Info-Stand wurde an beiden Tagen gut angenommen. Wahnsinn, was gerade am Sonntag los war.“

 

Anita wurde gerade in den Abkalbestall gestallt. Im Hintergrund sind ihre Stallgefährtinnen. Dieser Kontakt ist ebenso wichtig wie kleine Rückzugsmöglichkeiten. Foto: © Bettina HueskeAnita wurde gerade in den Abkalbestall gestallt. Im Hintergrund sind ihre Stallgefährtinnen. Dieser Kontakt ist ebenso wichtig wie kleine Rückzugsmöglichkeiten. Foto: © Bettina HueskeIn unserem letzten Bericht in dieser Rubrik haben wir vom Urlaub unserer Kühe gesprochen. Im Durchschnitt bekommen Kühe etwa alle 400 Tage ein Kalb. Sechs bis acht Wochen vor dem Kalben werden die Milchkühe in Vorbereitung auf die Kalbung „trocken“ gestellt. In dieser Zeit geben die Kühe keine Milch. Das strapazierte Gewebe im Euter kann sich zurückbilden und regenerieren. 

Wildäcker und Blühstreifen in der Landwirtschaft

 

Auf landwirtschaftlichen Flächen werden in Vreden eine Vielzahl von Blühstreifen, Wildäckern und Saumstreifen angelegt oder zur Selbstbegrünung überlassen. Diese Streifen oder Teilflächen dienen dabei zahlreichen Insekten und wild lebenden Tieren als Nahrungsgrundlange und Deckung. Auch für das Brutgeschäft im Frühling sind die Flächen enorm wichtig. Der größte Nutzen für die Natur bietet so eine Fläche, wenn sie am Waldrand oder an einer Wallhecke gelegen ist, weil eine Gefährdung von Insekten, Wildtieren usw. zum Beispiel durch den Strassenverkehr oder freilaufende Hunde somit ausgeschlossen ist. Es sind aber nicht immer die auffällig bunt blühenden Flächen, die den größten Nutzen für die Natur bringen. Auch unscheinbare Brachflächen bieten Vielfalt und Deckung für das heimische Wild. Laut Umfrage des Hegering Vreden wurden im Jahre 2015 ca. 12 Hektar (120.000 qm) Wildäcker, Bienenweide oder selbstbegrünte Flächen angelegt, die einen großen Effekt auf den Erhalt der Artenvielfalt haben.

Im Folgenden habe ich einige Wildäcker in diesem Frühjahr fotografiert:

 Dieser Wildacker befindet sich an Der Wallhecke zwischen Ringstrasse und Friedhof. Foto: © Frank KiesfeldDieser Wildacker befindet sich an der Wallhecke zwischen Ringstrasse und Friedhof. Foto: © Frank Kisfeld

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Gras wird vom Ladewagen abgeladen und wird anschließend mit einem schweren Radlader verteilt und festgefahren. Foto: © Bettina HueskeDas Gras wird vom Ladewagen abgeladen und anschließend mit einem schweren Radlader verteilt und festgefahren. Foto: © Bettina HueskeWie viele von Ihnen sicherlich bereits mitbekommen haben, sind an diesen sonnigen Tagen wieder zahlreiche Erntemaschinen und Traktoren mit Anhängern auf den Straßen unterwegs. Viele Landwirte nutzen das schöne Wetter, um das Gras zu ernten.

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