Wildäcker und Blühstreifen in der Landwirtschaft

 

Auf landwirtschaftlichen Flächen werden in Vreden eine Vielzahl von Blühstreifen, Wildäckern und Saumstreifen angelegt oder zur Selbstbegrünung überlassen. Diese Streifen oder Teilflächen dienen dabei zahlreichen Insekten und wild lebenden Tieren als Nahrungsgrundlange und Deckung. Auch für das Brutgeschäft im Frühling sind die Flächen enorm wichtig. Der größte Nutzen für die Natur bietet so eine Fläche, wenn sie am Waldrand oder an einer Wallhecke gelegen ist, weil eine Gefährdung von Insekten, Wildtieren usw. zum Beispiel durch den Strassenverkehr oder freilaufende Hunde somit ausgeschlossen ist. Es sind aber nicht immer die auffällig bunt blühenden Flächen, die den größten Nutzen für die Natur bringen. Auch unscheinbare Brachflächen bieten Vielfalt und Deckung für das heimische Wild. Laut Umfrage des Hegering Vreden wurden im Jahre 2015 ca. 12 Hektar (120.000 qm) Wildäcker, Bienenweide oder selbstbegrünte Flächen angelegt, die einen großen Effekt auf den Erhalt der Artenvielfalt haben.

Im Folgenden habe ich einige Wildäcker in diesem Frühjahr fotografiert:

 Dieser Wildacker befindet sich an Der Wallhecke zwischen Ringstrasse und Friedhof. Foto: © Frank KiesfeldDieser Wildacker befindet sich an der Wallhecke zwischen Ringstrasse und Friedhof. Foto: © Frank Kisfeld

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Gras wird vom Ladewagen abgeladen und wird anschließend mit einem schweren Radlader verteilt und festgefahren. Foto: © Bettina HueskeDas Gras wird vom Ladewagen abgeladen und anschließend mit einem schweren Radlader verteilt und festgefahren. Foto: © Bettina HueskeWie viele von Ihnen sicherlich bereits mitbekommen haben, sind an diesen sonnigen Tagen wieder zahlreiche Erntemaschinen und Traktoren mit Anhängern auf den Straßen unterwegs. Viele Landwirte nutzen das schöne Wetter, um das Gras zu ernten.

Mineraldüngung

Mineraldüngung. Foto: © Stefan BröckingMineraldüngung. Foto: © Stefan BröckingNeben dem Ausbringen von Gülle spielt der Einsatz von Mineraldünger eine wichtige Rolle in der Ernährung von Getreide. Wichtige Nährstoffe wie Stickstoff, Kali und Schwefel werden häufig in mineralischer Form neben der Gülle hinzugedüngt. Vor allem beim Stickstoff geschieht dies häufig in mehreren Gaben. So werden Verluste minimiert und der Dünger kann effizienter genutzt werden. Ausgebracht werden mineralische Dünger mit Hilfe eines Düngerstreuers. Der Scheibenstreuer ist die häufigste Bauform (Foto). Der Dünger fällt hierbei auf die Scheiben, die aufgrund der schnellen Drehung den Dünger, je nach Einstellung und Breite der Fahrgassen, 9 bis 36 Meter breit streuen. Die auszubringende Menge lässt sich durch Auslaufschieber variabel einstellen.

Gülle als Düngemittel

Auf gut befahrbaren Böden wird von März bis Ende April mit der Gülleausbringung als Vorbereitung auf die anschließende Maisaussaat begonnen. Dabei wird die Gülle mit dem Grubber direkt in den Acker abgelegt. Ein Zusatz in der Gülle verhindert die Auswaschung der Nährstoffe ins Grundwasser und ist somit ein Vorteil für die Umwelt. Die direkte Einleitung in die obere Schicht lässt unangenehme Gerüche, die normal sind, so gering wie möglich werden.
 

 

Kalk als Hilfsmittel

Frühjahrskalkung. Foto: © Thomas TerbrackFrühjahrskalkung. Foto: © Thomas Terbrack

Zur Zeit steht die Frühjahrs-Kalkung an. Auf dem Foto sieht man einen Streuer, in den Kalk eingefüllt wird. Der Landwirt bringt davon etwa alle zwei bis drei Jahre 200 Gramm pro Quadratmeter aus. Der Kalk hilft dem Ackerboden, die enthaltenen Nährstoffe zu nutzen, die ihm über Dünger zugeführt werden. Sicherlich kommt dem ein oder anderen Gartenbesitzer dieser Vorgang bekannt vor: So hat beispielsweise die Rasenkalkung genau den gleichen Nutzen.

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